Sachverständiger für Brand- und Explosionsursachenermittlung - Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz

Tätigkeitsfelder

Pyrotechnik und Sprengstoffe

Auch bei Sachbeschädigungen, Bränden und Explosionen verursacht von pyrotechnischen Erzeugnissen stellt der handelnde Mensch in seinem Tun beziehungsweise Unterlassen den größten Risikofaktor dar. In den letzten Jahren wird der Sachverständige Frank D. Stolt immer häufiger mit der Gutachtenerstellung zu Bränden im Zusammenhang des Abbrandes von Pyrotechnik beauftragt.









     In den letzten Jahren müssen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste nicht nur bei der beliebten „Knallerei” zu Silvester, sondern auch vermehrt bei vielen „Events“ übers Jahr, bei Verletzungen oder Bränden, ausgelöst durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, immer wieder Hilfe leisten. Heute bilden Großfeuerwerke den Höhepunkt und Abschluss vieler besonderer öffentlicher und privater Festlichkeiten. Im Gegensatz zum Silvesterfeuerwerk,
bei dem fast ausschließlich Raketen gezündet werden, finden bei Großfeuerwerken vor allem Bomben Verwendung.

Im Alltag sind Sachbeschädigungen (§ 303 StGB) und Brandstiftungen (§ 306 ff StGB) durch den unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik die Regel. In den meisten Fällen solcher Beschädigungen legten es die Täter sehr wohl darauf an, die Sprengkraft der Knallkörper an anderen Dingen auszuprobieren. Nicht selten werden dabei Briefkästen, Fenster oder auch Dixi-Toiletten beschädigt und manchmal sogar in Brand gesetzt und völlig zerstört. Dabei werden als Tatmittel in Deutschland nicht zugelassenen „Böller“ verwendet, die unerlaubt z. B. aus den bevorzugten Ländern Polen, der Tschechischen Republik oder China nach Deutschland eingeführt wurden. Nicht selten werden diese Feuerwerkskörper noch zusätzlich insbesondere durch eine zusätzliche
Verdämmung bzw. Bündelung modifiziert, um eine noch größere Explosion herbeizuführen.

Bei der Ermittlung der Ursachen von Schadensereignissen im Zusammenhang mit Großfeuerwerken ist aus diesem Grund das Vorliegen einer entsprechenden gültigen Erlaubnis nach dem SprengG des „Amt für Arbeitsschutz“ bzw. des „Gewerbeaufsichtsamt“ zu überprüfen. Eine Fotokopie sollte zur Ermittlungsakte genommen werden. Bei durch Pyrotechnik verursachten Bränden sind bei den Ermittlungen folgende, von pyrotechnischen Effekten ausgehende Gefahren zu untersuchen:
• Flammenbildung, Flammhöhe
• Wärmestrahlung
• Splittereinwirkung
• Funkenflug
• Druckwirkung
• Schallwirkung
• Blendung
• gesundheitsgefährliche Gase, Stäube, Dämpfe, Rauch
• Abtropfen heißer Schlacken
• Staubablagerungen
• gegenseitige Beeinflussung verschiedener Effekte.

Zur theoretischen Beurteilung der freigewordenen Energie ist unbedingt die Abbrandzeit des entsprechenden Leucht-, Pfeil-, Knall- oder Treibsatzes zu ermitteln. Intensiv untersucht und sicher gestellt werden muss der Brandschutt, insbesondere nicht brennbares Material, worauf Niederschläge oder Anhaftungen festzustellen sind. Typische Spuren sind
• Niederschläge weißer Substanz, hervorgerufen durch verbranntes Magnesium (Magnesiumoxid) an zumeist nicht brennbaren Gegenständen;
• Sinterungen und scharf begrenzte Ein- und Verbrennungen, insbesondere bei Holzteilen, durch gebündelte Flamme oder heiße Gase.

Publikationen


Vor der breiten Öffentlichkeit fast unbemerkt gehen immer wieder Bombendrohungen bei Polizei und Justizbehörden, öffentlichen Institutionen und Einrichtungen, Bahnen und Fluggesellschaf [mehr lesen]

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